Stacks Image 25
Hauptwerk auf dem Apple Macintosh

Wie im Handbuch zur Hauptwerk-Software von Brett Milan empfohlen, fiel die Wahl für den Hostcomputer auf einen Apple MacPro mit 8 Prozessorkernen. Sehr untypisch und für eine Hauptwerk-Installation weltweit gemessen erstaunlich, beherbergt der MacPro einen RAM-Ausbau von 96 GB. Hierdurch wird gewährleistet, dass nahezu sämtliche Orgeln in 24Bit unkomprimiert gespielt werden können. Dies gewährleistet eine außerordentlich natürliche Klangqualität, eine maximale Polyphonie und eine äußerst geringe Latenz.

Da der MacPro auch für Aufnahmen und entsprechende Produktionen genutzt wird, zeitweise mit bereits zwei Monitoren (24" und 20"), wurde ein dritter Monitor als Touchscreen angeschlossen. Dieser sehr wertige und robuste Iiyama 17" sitzt in der rechten Schublade des Spieltisches.
Weiterhin ist dort für Aufnahme- und Produktionszwecke ein kleiner KORG-Midi-Controler untergebracht.

Für die Fälle wie Aufnahmen zum Beispiel, wenn der MacPro vom Spieltisch aus bedient werden muss, gibt es sowohl eine Apple-Bluetooth-Tastatur als auch ein Magic Trackpad. Hierdurch entfallen alle Kabel um den Spieler herum, und eine lästig zu bewegende Maus braucht es auch nicht.

Die Mehrkanal-Ausgänge der Hauptwerk-Software sind an das folgende Soundsystem angeschlossen:



Stacks Image 94
Sound System

Der MacPro ist via Firewire-Bus mit einem MOTU Ultralite MK3 verbunden, welches die gewünschte Anzahl an Audio-Ausgängen bei faszinierender Wandlerqualität bereitstellt.

Sechs der Ausgänge sind per Multicore-Kabel zu einem NAD Mehrkanalverstärker geroutet, mit jeweils 70 WRMS pro Kanal. Ein siebter Ausgang läuft zu einem RECKHORN Subwoofer-Verstärker mit 270 WRMS.

Insgesamt sieben Lautsprecher werden somit angesteuert, die Surround-Installation umfasst vier Ebenen:
  • Vorne - TEUFEL M300
  • Mitte - TEUFEL M300MKII
  • Hinten - TEUFEL M200
  • Subwoofer - Teufel M4000 (zwei 30cm-Chassis)

Im Falle von Surround-Samplestes wie denen von Sonus Paradisi oder der neuen Metz-Cavaillé-Coll von Milan Digital Audio, werden die hinteren Lautsprecher für die Raumanteile benutzt und die Seitenkanäle beispielsweise für das zweite Manual. Im Falle solcher Sets wie der Hereford-Cathedral, die keine Surround-Samples bereitstellen, ist es möglich die Einzelwerke auf die verschiedenen Ebenen zu verteilen, beispielsweise das vierte Manual (Solo) nach hinten.

Ferner bietet Apple mit MainStage eine äußerst komfortable Lösung, trockene Samplesets in Echtzeit zu verhallen und auch diese Anteile frei im Raum zu verteilen. Die ausgefeilte im MacOs integrierte Routingtechnik von Core Audio tut hier hervorragende Dienste, ohne weitere Investitionen.

So oder so, grundsätzlich verteilen sich die Orgelkänge im kompletten Raum, so dass man am Spieltisch (und nicht nur dort) die Illusion einer Kirche hat, in der man spielt. Die hohe Qualität von Wandlern, Verstärker und Lautsprechern bringt dieses Anliegen zur Perfektion.
Letztlich ist die Klangausstattung einer Hauptwerkinstallation der verantwortlichste Part für eine adäquate Schallreproduktion. Aus diesem Grund wurde auch genau dieser Teil sehr sorgfältig geplant und umgesetzt.